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Analyse

Consent Phishing: ein unterschätztes Risiko und wie Sie sich schützen

Consent Phishing erschleicht per OAuth-Zustimmung Zugriff auf Postfächer und Daten, ohne nach Passwörtern zu fragen, und umgeht so Passwortwechsel und 2FA.

  • von blacklens.io Team
  • Veröffentlicht
  • Aktualisiert
  • 2 Min. Lesezeit
Laptop mit rot leuchtendem Warndreieck vor dunklem Hintergrund als Symbol für einen Sicherheitsvorfall

Ein besonders hinterhältiger Betrug taucht immer häufiger auf: das Consent Phishing. Diese Art des Phishings zielt darauf ab, die Erlaubnis des Nutzers zu erschleichen, um Zugriff auf sensible Daten und Systeme zu erhalten. Doch warum greifen Angreifer zu dieser Methode, und wie können Sie sich davor schützen?

Consent Phishing unterscheidet sich von herkömmlichem Phishing dadurch, dass es nicht direkt nach Passwörtern fragt. Stattdessen werden die Opfer dazu gebracht, einer Anwendung Zugriffsberechtigungen auf ihre Daten oder Dienste zu erteilen, oft über gut getarnte Zustimmungsanfragen. Diese Taktik ist besonders heimtückisch, da sie die Sicherheitsmechanismen umgeht, die viele Unternehmen in Form von regelmäßigen Passwortwechseln oder Zwei-Faktor-Authentifizierung eingeführt haben.

Ablauf eines Consent-Phishing-Angriffs (Quelle: Microsoft)

Motivation und Methoden der Angreifer

Die Motivation der Angreifer ist klar: Zugang zu einem breiten Spektrum von Informationen und Systemen, die für weitere kriminelle Aktivitäten missbraucht werden können, von Identitätsdiebstahl bis zu direktem Finanzbetrug. Sobald ein Benutzer einer Zustimmungsanfrage (Consent Request) zustimmt, wird es gefährlich: Angreifer fragen häufig nach spezifischen Berechtigungen wie Lesezugriff auf E-Mail-Postfächer oder Kalendereinträge.

Untersuchungen von Microsoft zeigen, dass Bedrohungsakteure OAuth-Anwendungen von Drittanbietern als primäre Technik zum Datenabfluss nutzten, nachdem die Opfer ihre Zustimmung erteilt hatten.

Zustimmungsdialog in Microsoft 365

Wo blacklens.io unterstützt

Gegen Consent Phishing hilft vor allem eine sauber konfigurierte Cloud-Umgebung mit wenigen privilegierten Konten. blacklens.io führt dazu regelmäßige Schwachstellenscans in Ihrer Cloud-Umgebung durch: Über die Anbindung an Microsoft 365 und Azure prüft die Plattform die Konfiguration nach Zeitplan und auf Knopfdruck. Das Identitätsinventar zeigt zudem, welche Konten privilegierte Verzeichnisrollen haben – also die Konten, deren Zustimmung für Angreifer besonders wertvoll ist –, welche Gastkonten bestehen und wo MFA fehlt.

Die Findings laufen in denselben Workflow wie externe und interne Schwachstellen, und Benachrichtigungsregeln leiten Alerts per E-Mail, Push oder Integration an das zuständige Team. Erteilte App-Berechtigungen sollten Sie zusätzlich regelmäßig direkt bei Ihrem Identitätsanbieter prüfen. Gegen ausgefeilte Phishing-Taktiken helfen vor allem proaktive Maßnahmen: blacklens.io setzt deshalb nicht erst bei der Reaktion an, sondern bei der Prävention.

Häufige Fragen

Consent Phishing ist eine Phishing-Methode, bei der Angreifer nicht nach Passwörtern fragen, sondern Opfer dazu bringen, einer bösartigen Anwendung Zugriffsberechtigungen auf ihre Daten oder Dienste zu erteilen. Die Zustimmung erfolgt über eine echte Zustimmungsabfrage eines OAuth-2.0-Anbieters wie Microsoft. Weil kein Passwort abgegriffen wird, laufen regelmäßige Passwortwechsel und Zwei-Faktor-Authentifizierung ins Leere.

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